Die ÖGU wünscht viel Gesundheit und Durchhaltevermögen!

 

Liebe ÖGU-Mitglieder,

Ich hoffe Sie/Ihr sind/seid wohlauf und gesund in dieser herausfordernden Zeit.

Wir alle mussten radikale Veränderungen in unserem täglichen Leben und Beruf vornehmen, um uns auf diese unvorhergesehene Krise einzustellen: Noch nie war Ausdauer und Resilienz eine so wichtige Tugend.

Als Gesundheitsdienstleister kämpfen viele von uns an vorderster Front und geben alles, um die COVID-19-Krise zu bewältigen und um unsere Patienten, unsere Familien und uns so sicher wie möglich zu halten.

Im Folgenden sind die aktuellen Empfehlungen der EAU, DGU und ERUS sowie weitere Informationen zu COVID-19 / SARS-CoV-2 verlinkt. 

Drüber hinaus wird es für uns alle wichtig sein, in unser täglichen Arbeit situationselastisch und individuell von Fall zu Fall mit Augenmaß und Verstand vorzugehen.

Alles Gute und viel Gesundheit!

 

EAU

https://uroweb.org/covid19-resources-for-urologists/

DGU

https://www.urologenportal.de/fachbesucher/aktuell/fach-und-berufsinfo/aktuelle-informationen-fuer-urologinnen-und-urologen-zur-coronavirus-pandemie.html

https://www.urologenportal.de/fachbesucher/aktuell/fach-und-berufsinfo/wichtige-corona-pandemie-informationen-betreuung-urologischer-krebspatienten.html

ERUS

https://uroweb.org/eau-robotic-urology-section-erus-guidelines-during-covid-19-emergency/

ONKOPEDIA

https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/coronavirus-infektion-covid-19-bei-patienten-mit-blut-und-krebserkrankungen/@@guideline/html/index.html

Stellungnahme des Vorstands der ÖGU zur Problematik der „rituellen Beschneidung“

babyDie jüngste Judikatur eines Deutschen Gerichts, welche die „rituelle Beschneidung“ von Knaben als Körperverletzung klassifizierte, hat zu zahlreichen Rückfragen, Diskussionen und zu einer nicht unbeträchtlichen Verunsicherung der Bevölkerung wie auch der Ärzteschaft geführt.

 

Bezug nehmend auf das gegenständliche Urteil kann folgendes festgehalten werden:

  1. Die Judikatur eines Deutschen Gerichts ist für Österreich nicht bindend.
  2. Wenngleich in die öffentliche Diskussion auch medizinische Argumente sowohl „für“ als auch „gegen“ eine Circumcision eingeflossen sind, handelt es sich hierbei um ein rein juristisches und nicht um ein medizinisches Problem. Wie sich die Situation darstellt, widersprechen sich offensichtlich zwei Aspekte des Grundrechts, und zwar einerseits das „Recht auf körperliche Unversehrtheit“, andererseits das „Recht auf freie Religionsausübung“. Die Problematik entsteht dadurch, dass die rituelle Beschneidung integraler Bestandteil einiger staatlich anerkannter Religionsgemeinschaften ist.
  3. Da eine höchstgerichtliche Klärung der Situation in Österreich nur im Anlassfall (also bei Klage und entsprechender Durchjudizierung) zu erwarten ist, muss seitens des Gesetzgebers eine diesbezügliche Entscheidung veranlasst werden.
  4. Bis eine für Österreich verbindliche Rechtsklarheit hergestellt ist, liegt die jeweilige Entscheidung ob die Beschneidung durchgeführt wird oder nicht bei den betroffenen ÄrztInnen selbst. Auch eine Beschäftigung des zuständigen Pflegschaftsgerichts mit jedem einzelnen Fall wäre denkbar.
  5. Die Circumcision wegen einer Phimose (medizinische Indikation) bleibt jedenfalls unbestritten.

Abschließend kann nur der Hoffnung Ausdruck verliehen werden, dass der Gesetzgeber möglichst bald die für alle Beteiligten erwartete Rechtsklarheit herstellt.

Veranstaltungen

Fortbildungskalender

Auf gemeinsame Initiative des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen (bvU), der Bundesfachgruppe Urologie der Österreichischen Ärztekammer und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie (ÖGU) wurde ein neuer urologischer Fortbildungskalender ins Leben gerufen.

 Uro Campus

www.urocampus.at

NÖGU-Magazin

 

NOEGU 59 2019