Krebshilfe launcht Patienten Schulung „Prostatakrebs“

 

Krebshilfe launcht Patienten Schulung „Prostatakrebs“

 

Männliche Patienten sind generell zurückhaltender als Frauen, wenn es darum geht, sich um ihre Gesundheit zu kümmern oder auch Unterstützungsangebote anzunehmen. Hilfe zu suchen bedeutet für manche Männer ein Eingeständnis von Schwäche und oft gibt es den Anspruch, große Herausforderungen alleine tragen und lösen zu müssen. Für die Krebshilfe ist es daher nicht verwunderlich, dass von den jährlich rund 22.000 Beratungsgesprächen mit PatientInnen und Angehörigen nur ein Drittel mit Männern geführt wird.

Es kann jedoch sehr befreiend und entlastend sein, sich auszutauschen und gemeinsam mit einem Gegenüber, das nicht geschont werden muss, nach Lösungen zu suchen. Darüber hinaus ist auch die Informationsbeschaffung ein wichtiger Schritt im Umgang mit der Erkrankung.

„Wir wissen, dass Männer mit der Diagnose Krebs ganz anders umgehen, als Frauen. Wenn die Krebserkrankung die intimste Körperregion des Mannes betrifft, fällt der offene Umgang damit noch viel schwerer,“ erklärt Krebshilfe GF Martina Löwe die Beweggründe, dieses Projekt zu starten. „In kurzen Filmen informieren wir daher über alle Themen zum Prostatakrebs und sprechen dabei auch sensible Bereiche wie Inkontinenz und Impotenz als mögliche Nebenwirkungen an.“

Die Patienten-Schulung „Prostatakrebs“ setzt sich aus sechs Filmen zusammen, in denen die Diagnose-Verfahren, die gängigsten Therapie-Optionen, die Behandlung der möglichen Nebenwirkungen und die psychoonkologische Unterstützung von Fachleuten laiengerecht erklärt werden:

Teil 1 „Die Prostata“:
Dr. Karl Dorfinger spricht über die Anatomie der Prostata, das Prostatakarzinom und die Diagnoseverfahren.

Teil 2 „Therapie-Möglichkeiten“:
Prim. Dr. Anton Ponholzer spricht über die Behandlungsplanung, gibt einen Überblick über die einzelnen Therapiemöglichkeiten und erklärt Begriffe wie „active survelleince“ und „watchful waiting“.
Prim. Dr. Wolfgang Loidl erklärt die Chemotherapie bei Prostatakrebs und wann es sinnvoll ist, diese einzusetzen.

Teil 3 „Nebenwirkungen“:
Univ. Prof. Dr. Markus Margreiter spricht über die möglichen Nebenwirkungen Inkontinenz sowie Impotenz und wie diese behandelt werden.

Teil 4 „Psychoonkologie“:
Mag. Karin Isak, Sprecherin der BeraterInnen der Österreichischen Krebshilfe Wien, erklärt, was Psychoonkologie kann und welches spezielle Angebot es für männliche Krebspatienten bei der Krebshilfe gibt.
Der ehemalige Krebspatient Alexander Greiner erzählt im letzten Film von seinem persönlichen Weg durch die Erkrankung und schildert gemeinsam mit dem Leiter der „Männergruppe“ der Krebshilfe Wien, Stefan Haslinger, welche Betreuung und Hilfe er bei der Krebshilfe erhalten hat.


„Wir freuen uns, den Patienten mit dieser Initiative eine echte Hilfe zur Verfügung stellen zu können,“ betonen Dr. Karl Dorfinger, Präsident des Berufsverbands Österreichs Urologen und Univ. Prof. Dr. Wolfgang Horninger, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Urologie. „So wollen wir in Zukunft mehr Männer erreichen und ihnen Mut machen, nicht alles Schwere alleine tragen zu müssen, sondern sich mit Ihrem Urologen oder der Krebshilfe auszutauschen.“

Die Patienten-Schulung „Prostatakrebs“ steht ab sofort unter www.loosetie.at, www.krebshilfe.net, www.uro.at und www.urologisch.at kostenlos zum Download bereit.

Die Österreichische Krebshilfe und Österreichs Urologen danken den Loose Tie Partnern Janssen und Sanofi für die Finanzierung und Vielgesundheit.at für die Produktion dieser Informationsfilme.

Weitere Informationen und Pressekontakt:

Österreichische Krebshilfe
Mag. Martina Löwe, Geschäftsführung

Tel. 01/7966450
E-Mai: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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